Sachbericht zum Projekt Schule und Sucht

Suchtprävention in der Schule ist ein Angebot, das den Lern- und Lebensraum der SchülerInnen erweitert und bereichert. Um gute suchtpräventive Arbeit leisten zu können, ist es unerlässlich, die im schulischen Bereich eingesetzten Ehrenamtlichen des Blauen Kreuz in der Ev. Kirche dafür zu qualifizieren.
Menschen, die sich bereits ehrenamtlich in sozialen Bereichen und in Gruppen engagieren, wurden in Seminaren geschult, um Schülermultiplikatoren auszubilden, bzw. suchtpräventive Arbeit an Schulen leisten zu können.

 

Die Ausbildung lief über drei komplette Wochen.

Seminar I: 14.04. – 18.04.2008
Seminar II: 26.05. – 30.05.2008
Seminar III: 07.07. – 11.07.2008

Grundlegende Kenntnisse über den Zusammenhang von Abhängigkeit und sozialem Umfeld, Fachwissen in Bezug auf unterschiedliche Abhängigkeitsformen und persönliche Erfahrungen wurden verknüpft, um ein solides Fundament für die suchtpräventive Arbeit in der Schule zu schaffen. Die TeilnehmerInnen erwarben u.a. Fähigkeiten in den Bereiche.

  • Sucht (Entstehung, Verlauf, Behandlung)
  • Suchtformen
  • Pädagogische Gestaltung des Angebots in der Schule
  • Gestaltung der dazugehörenden Lehrer/ Elternarbeit

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Neben der Vertiefung von theoretischen Kenntnissen im Bereich des Suchtwissens, der Gruppendynamik und Kommunikation wurde immer Bezug genommen auf Situationen aus dem Schulalltag. Damit erwarben die TeilnehmerInnen ein breites Spektrum von Handlungs- und Verhaltensalternativen für ihre Arbeit. Das Ziel von Präventionen wurde sehr deutlich gemacht. Es geht nicht darum den Jugendliche alles zu verbieten, sondern sie aufmerksamer zu machen, im Umgang mit Drogen, Alkohol, Internet, Essen usw. Ein wichtiger Teil der Ausbildung war die geschlechtsspezifische Suchtprävention. Es wurde noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, mit Mädchen oder Jungen auch alleine zu arbeiten.

Für die Teilnehmenden des Blauen Kreuzes in der Ev. Kirche selbst, die aus der Suchtselbsthilfe kommen, war dies eine wichtige Erfahrung für die Arbeit an den Schulen. Gleichzeitig haben sie durch die Teilnahme die Möglichkeit gewonnen, ihr Wissen weiterzugeben an die Gruppen im Blauen Kreuz der EV. Kirche, und somit auch auf diesem Feld multiplikatorisch (auf anderer Ebene ) zu wirken.

 

Insgesamt ist das erste Ziel des Projektes, nämlich Menschen aus der Selbsthilfe zu befähigen mit Kindern und Jugendlichen in positivem Sinn suchtpräventiv umzugehen erreicht. Es wird nun in der nächsten Phase darum gehen, Schülermultiplikatoren auszubilden und das erworbene Wissen einem breiten Kreis von ehrenamtlich engagierten Menschen im Suchtbereich zur Verfügung zu stellen.