Malworkshop der AGSiS Krefeld

am 03. 7.2015

- durchgeführt von Marita Baums & Karl-Heinz Wentorp

Zu unserem dritten Kreativ- Workshop gab es in Krefeld das andere Wetter-Extrem sommerlicher Art.(Siehe Workshop Januar) Es hatten sich 15 Personen aus dem Selbsthilfebereich Krefeld und Umgebung angemeldet. Durch die umfassende Werbung und Vernetzung war es auch für 2 Teilnehmer aus der REHA der Alexianer-Klinik möglich teilzunehmen.

1. Eröffnung und Begrüßung durch Karl-Heinz Wentorp und Marita Baums. Zunächst war es eine Aufgabe gemeinsam Räumlichkeiten zu finden die noch ein halbwegs vernünftiges Wirken gestatten würden. Die meisten Teilnehmer konnten sich entschließen bei diesen Bedingungen draußen im Hof die Arbeit aufzunehmen. Es waren auch noch zwei kleinere Räume mit angenehmeren klimatischen Bedingungen gefunden worden, wovon wir einen für die gemeinsamen Aktivitäten genutzt wurde und der andere auch als Atelier verwendet wurde.

2. Vorstellung der einzelnen Teilnehmer: Der Austausch sollte unter Ausschluss des Themas Krankheit stattfinden um die Kommunikation wenig mit negativen Dingen zu beeinflussen. Positive Themen wie Hobbys, Familie usw. waren gefragt.

3. Es zeigte sich auch heute wiederum; wenn wir den Alltag hinter uns lassen können, und uns auf den Weg zur Kreativität einlassen können, gehen die Inspirationen und deren Umsetzung sehr gut vonstatten. Der Einstieg mit der Selbstachtsamkeit und den Entspannungsübungen erscheint damit immer wieder sehr hilfreich.

4. Zur Erholung und zum Austausch gab es eine längere Pause mit Imbiss.

5. Es gab auch Irritationen bei einigen Teilnehmern durch die Teilnahme einer minderjährigen Person. Hierbei war es sehr wichtig, dass die Personen dieses mitteilen konnten und durch gemeinsame Gespräche die Befindlichkeiten aufgefangen werden konnten. Dieses ist ein Beispiel dafür, dass wir denken alle mit den gleichen Voraussetzungen zu Werke zu gehen und letztendlich ist das nicht der Fall; dies ist ein ganz wichtiges Modul in unserem gemeinsamen Zusammensein uns immer wieder der gemeinsamen Vorgehensweisen abzusprechen und zu versichern. Die Paradigmen schränken unsere Offenheit und Freiheit ein.

6. Zum Abschluss gab es noch eine kurze Befindlichkeitsrunde in der die Teilnehmenden sich sehr positiv über den Tag äußerten und auf eine baldige Fortsetzung in diesem Rahmen und Zusammensetzung drängten. Die Referenten waren ebenfalls begeistert und sehr zufrieden wie sich die Teilnehmenden auf das Konzept einlassen konnten. Das stärkt unsere Überzeugung mit diesem kreativen Angebot auf dem richtigen Weg zu sein und eine wichtige Lücke schließen zu können.

7. Auch heute haben wir wieder eine Erfahrung gesammelt: Für einige Menschen ist es schwierig an den Staffeleien zu tätig zu sein; deshalb ist die Möglichkeit an Tischen zu wirken eine Erweiterung der technischen Umsetzung und gleichzeitig die Möglichkeit einige zusätzliche Plätze für den Workshop zu generieren. Die Umsetzung der Idee „Mit Händen und Füßen“ zu malen war gar nicht so einfach umzusetzen; mit Händen und Fingern ist problemlos, bei der ähnlichen Arbeit mit Füßen gibt es einige Hürden zu überwinden. Es gibt die Möglichkeit im Sitzen kreativ zu werden, aber die Beweglichkeit ist hier eingeschränkt; bei der Umsetzung im Stehen ist es wichtig einige Haltepunkte zu haben, da diese Aktionen das Gleichgewicht sehr stark beeinflussen. Für die Akteure ist es ebenfalls ein wichtiges Indiz das eigene Körperbewußtsein zu schärfen und die Fähigkeiten zu testen.

8. Der Workshop wurde in gemeinsamer Entscheidung aufgrund der immer größer werdenden Hitze (und wie sich hinterher herausstellte gab es Ozon-Werte von mehr als 180) und der möglichen gesundheitlichen Einflüsse früher beendet als geplant.

9. Wir danken unseren Unterstützern der Bösken- Diebels-Stiftung und der AOK Rheinland sowie der BKK, ohne die dieses Event nicht hätte stattfinden können.

 

Karl-Heinz WentorpMarita Baums
Vorsitzender der AGSiS Krefeld Referentin